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Wake-up Call?!

26.04.2010 | 3 Kommentare

Ich würde meinen Eintrag lieber mit einer erfreulichen Nachricht beginnen, aber die Raiders - als erster Gradmesser - brachten uns nach den ersten beiden hoch gewonnenen Spielen auf den Boden der Realität zurück!

Wir verloren das Spiel 50:22 und die Raiders waren an dem Tag eine Klasse stärker als wir, sind es wahrscheinlich am nächsten Tag auch noch und bis zu dem Tag vor unserer nächsten Begegnung, doch wie es da aussehen wird, steht noch in den Sternen.

Von unserer Offense sind wir besseres gewöhnt - angefangen bei mir, brachte ich Pässe nicht an den Mann, die eigentlich Routine im Warmup sind. Durch das viele Videostudium der Raiders-Defense wurde von uns der Import-DL-Spieler der Raiders als Stärke ihrer Defense eingestuft, so hatte ich die meiste Zeit beim Passen ein Auge auf ihn geworfen. Im Nachhinein denke ich mir: “Wie zum Teufel will ich die Löcher in der Passverteidigung und meine Receiver sehen, wenn ich ein Auge auf #90 habe?”. Leider wird einem das meist erst klar, wenn es zu spät ist.

Unsere Defense sorgte durch einen Turnover von Phillip Stojaspal (LB #10), der bis in die Endzone zurückgebracht wurde, für die ersten Punkte am Scoreboard. Doch aufgrund unserer Offenseleistung gaben wir unserer Defense nur wenig Zeit für eine Pause, sodass sie in der ersten Hälfte fast die gesamte Zeit am Spielfeld standen. Ich berichte nicht mehr über das Spiel, weil meine Gedanken schon wieder bei unserem nächsten Gegner sind, den Badalona Dracs - am Sonntag (15 Uhr) auf der Hohen Warte.

Unsere Mentalität ist es nicht, nach einer Niederlage liegen zu bleiben, sondern aufzustehen und hart weiterzuarbeiten. Früher oder später wird man merken, weshalb!

Ein ganz besonderes Dankeschön des gesamten Teams an unsere mitgereisten Fans, es fühlt sich sehr schmerzhaft an unsere 12. Spieler im Stich zu lassen. Aber wir können von jetzt an nur in die Zukunft blicken und uns auf die Gegenwart konzentrieren.

Doch der “schwarze Samstag” hatte zumindest ein bisschen Erfreuliches. Um meine schlechten Städtekenntnisse aufzupeppen, schlenderten wir nach dem Spiel durch Innsbruck. Immerhin mussten wir fünf Stunden Wartezeit auf den Zug überbrücken.

Durch die tollen Impressionen liegt Innsbruck nun auf meiner Lieblingsstädteliste sehr weit oben. Nicht schlecht, obwohl die Liste wie gesagt nicht allzu lang ist. Meinen Tag machte aber ein junger Mann namens “Super Mike”, auf den wir durch sein auffälliges Superman-Kostüm, gefolgt von einer Gruppe Gehilfen, aufmerksam wurden. Nach kurzem Wortwechsel war klar, dass Mike seinen Polterabend feierte und als er uns mal den Rücken zudrehte und wir auf seinem Umhang Spiele und Preise lesen konnten, wollten wir ihn finanziell bei seiner Hochzeitsreise unterstützen.

Nachdem uns ein Gehilfe das Spiel Nutball von Jackass mit einem Golfball und einem Landhockeyschläger, 3 Schüsse für 2€, schmackhaft gemacht hatte, fanden wir darin einen Zeitvertreib mit großem Unterhaltungsfaktor. Ich wünsche “Super Mike” alles Gute für seine Ehe - möge sie nicht so grausam sein wie sein Polterabend!

Bis zum nächsten Mal,
Euer Chris

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3 Kommentare

  1. illy

    Hi Chris,

    ich finde, Du hast die richtige Einstellung zum Sport; etwas, das man früher mal Sportsgeist nannte.

    Kompliment und alles Gute gegen Badalona!

  2. ChaLee

    schliesse mich dem oberen post an.
    ein nicht mitgereister fan ;-)

  3. Anonymous

    Kopf hoch!
    Ihr habt im letzten Jahr auch bewiesen, dass man eine Meisterschaft gewinnen kann, wenn man bei den entscheidenden Spielen als Sieger vom Platz geht. In diesem Sinne wünsch ich der gesamten Mannschaft alles Gute für die kommenden Aufgaben!
    Ein - nach Innsbruck mitgereister - Fan

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